Wir treffen uns mit anderen Hundfreunden und Hunden. Drehen unserer Hunderunde auf der Wiese in einem kleinem abgetrennten grünem Areal. Wir wollen uns trennen und stehen so quatschend am Ausgang. Hunde spielen zusammen am Stock, kauend ziehend. Dachte man. Unser Labrador ist rausgerannt zu einem kleinen Fiffieh, Kinderwagen und Co. Wir, eine gefühlte Zehntelsecunde hinterher. Kleiner Hund auf Arm. Unseren Hund störte das nicht. Springen kann er aus dem Stand gut und gerne 1,80 m hoch. Der Mann verrrückt, dennoch ruhig geblieben. Wir haben uns entschuldigt und unserer Versicherung angeboten. Da er wüterich schimpfte seine Jacke wäre zerkratzt. Keine Ahnung ob das stimmt. Mal sehen ob ein Anruf reinkommt.

Wie immer, leider ein Problem am anderen Ende der Leine. Unser Problem.
Wir konnte leider nicht nachvollziehen ob der andere kleine Bello angeleint war. Nur angeleint wurde und hochgehoben wurde.

Wir haben es verpennt.

Buddy ist jetzt 2 Jahre. Immer noch kein Grund entspannt zu quatschen...

Eiskalt kriegt man sowas vorgeführt.

Ein schöner sonniger Tag. Feiertag. Nicht nur die Wiese strahlte im satten grün. Alle rausgeputzt. Gut gelaunt gingen wir spazieren. Runter ans Wasser baden, saufen, Ball jagen. Das übliche.

Wasserkoller. Kenn man ja... eine Runde zickzack rum. Zweite Runde zickzack rum. Drittte Runde - ahhh weg. 21, 22, 23 - wieder da - der Gute. Pah. Hatte eine Tüte im Maul. AUS. Ausgespuckt. Was war es? Brot. Fein säuberlich geschnitten in kleine quadratische Stückchen. Kindergreinen. Nein. Picknicktüte geklaut - dämmert es uns. Gehen wir mit der Tüte hin und lassen uns anmeckern? Bleiben wir hier unten am Fluß und hauen stromaufwärt leise ab?

JA! Die Erfahrung lehrt uns das. Feige und leise abhauen. Gefolgt von ferner werdenden Kinderrufen "der böse Hund hat das Brot geklaut. Der böse Hund hat alles geklaut. Der böse Hund. Der böse Hund."

So ein elender Freßsack. Peinlich das Tier. Kann man der Familie den Tag retten, wenn man die zerissene angenatschelte Tüte Brot zurückbringt und ein Entschuldigung der Lausbub wollte nur mal naschen nuschelt?

Wir wandern so schön durch den Wald im Riesengebirge. Zack, auf einmal rein in den Wald. Weg der Schweinehund. Was nun? Rufen? Hinterher rennen? Wir schauten uns fragend an. Zack kam er aus dem Wald gerannt. Mit einer Bananenschale im Maul. Hat er die vom Wegesrand aus gerochen? Verrückt.

Gassirunde durch eine Gartenanlage. Buddy am schnüffeln. Schwanzwackelnd geht es vor uns her. Wir quatschen über Lottozahlen und Weihnachtswetter. Weit entfernt ein Schatten unter einer beleuchteten Lampe. Wie wir versuchen zu erahnen was dieser große fette Schatten ist - der Hund rennt los. Indem Moment erkennen wir wie eine Mann bei seinem Auto den Kofferraum öffnet. Sorglos steht er da. Zack ein sich hecktisch bewegender Schatten rennt , springt - ahhhh in den Kofferaum. Dreht sich um und sitz wie eine stolze Eins mit Blick zu diesem Mann "hab ich mir nicht ein Leckerli ehrlich verdient?". Wir peinlich berührt. Dieser Hund. Unser Hund? Der Mann verharte auch in Schockstarre. Kein Ton. Kein Mucks.

Ob er ein Messer hat? Was denkt er?

Eiskalten schwitzen. Geb ich meinem Schamgefühl nach oder geh ich hin und laß mich anschreien?

Dieses Tier. Dieses peinliche Tier. Dieser peinliche Buddy, ähm Baddy.

Wir sind hin. Entschuldigend. Dem Mann fiel nichts ein. Ja, alles gut. Durchatmen. Wir versuchen es mit bisschen Späßle zu entkampfen. Der Mann macht mit. Wir fragen ob alles okay ist. Gottseidank hat er es mit Humor genommen.

Kriegen wir aus diesem Tier eine suveränen Hund?

Jetzt ist er schon 3 Monate bein uns und außer das er immer quirliger und aufgeweckter wird kommt er aber auch in seine "Ich-muss-alles-draußen-fressen" Phase. Der kleine süße Kerl mit den weichen Katzenphoten, der nach frischen Sägespäne bzw. "Katzenstreu" roch.  Jetzt ein Ekelstaubsauger. Das war Scheiße vom feinsten: Vogel, Pferd, Igel und ANDERES.

Einfach nur pfui Geier!

Als gäb's zuhause nichts tolles zu fressen. Egal wo, auch wann. Überall lag die Scheiße rum. Furchtbar. Nix half. Wahnsinn. Es war überall. Wie ein Bekloppter, immer wieder rammelte der los. Nase in die Luft und dann los. Nicht abzuhalten. Anschnautzen, wegrufen, anschreien und das schnöde verbieten. Nix half. Nichts. Gar nicht. Sobald ab von der Leine hat der immer was gesucht und gefunden.

Der kleine süße Fratz.
Pfui Geier.
So süß wie der aus sah.
Äcks.
Nein nicht schmusen, nä, ieh.

Einen Monat hielt das Chaos an und wurde dann gottseidank immer uninteressanter.